Tim ist da!
Änderungen: Jetzt mit ausführlicher Beschreibung des Geburtstages!
Am 8.4.2010 entschied er, daß es nun Zeit war, sich seine Mutter auch einmal von außen anzuschauen. Um 5:31 Uhr fand er dann endlich den Ausgang.
1. Versuch
Am Morgen des 7.4. kündigte Tim schon zaghaft an, daß er dann doch demnächst mal aus dem Bauch heraus gucken möchte. Ich war fast schon aus der Tür auf dem Weg zur Arbeit, als Ramona sagte, sie habe irgendwie ein wehenartiges Ziehen und sie verlöre Blut.
Also brachten wir den Großen in den Kindergarten und fuhren ins Krankenhaus. Dort wurde sofort ein CTG geschrieben, der Muttermund untersucht und sogar noch ein Ultraschall gemacht.
Allerdings sei nichts Gravierendes gewesen, ein stinknormaler “Mehrgebärendenbefund”. Dem Kind ginge es gut, es komme vielleicht heute abend, oder erst in drei Wochen.
Als ich dann nachmittags von der Arbeit kam, sagte Ramona, sie habe so alle halbe Stunde mal eine Wehe. Sie konnte mir aber nicht sagen, was genau das jetzt bedeutet, sie hatte schon die ganze letzte Woche immer mal wieder Wehen. Senkwehen nennt man das.
Trotzdem machte sie mir klar, daß ich besser mal nicht Badminton spielen ginge – und ich richtete mich auf einen gemütlichen Fernsehabend ein.
2. Versuch
Ich habe zwar nicht auf die Uhr geschaut, aber es muss so gegen halb elf abends gewesen sein, da meint Ramona, es seie besser, mal ins Krankenhaus zu fahren – die Wehen kämen alle 15-20 Minuten.
Im Krankenhaus angekommen, stellte die diensthabende Hebamme nach einem Blick auf das CTG1, daß sich wohl mehr oder weniger etwas tue. Nach eingehender Untersuchung konnte sie auch sagen, daß der Muttermund auf jeden Fall schon 2-3 cm weit geöffnet wäre.
Wir sollten doch noch mal nach hause fahren, daß dauerte noch ein Weilchen….
3. Versuch
Nach zwei weiteren Stunden, in denen wir versuchten, uns mehr oder eher weniger erfolgreich auszuruhen2, beschlossen wir, wieder ins Krankenhaus zu fahren. Mittlerweile waren die Wehen auch alle 15 Minuten.
Um 2 Uhr morgens (also schon der 8.4.), quartierte uns die diensthabende Hebamme ins Wehenzimmer ein – natürlich nicht, ohne Ramona vorher ordentlich zu verkabeln (CTG).
Während Ramona alle Viertelstunde tausend Tode starb und sich zwischendurch in einem warmen Bad entspannte, saß und lag ich bloß herum und wußte nicht, was ich außer Massieren und Aufheitern noch tun sollte. Ausruhen konnte ich mich auf jeden Fall nicht.
Nicht mal Rauchen gehen traute ich mich – Niemand konnte mir sagen, wann es denn nun endlich losginge.
Die Geburt
Um viertel vor drei bekam Ramona die erste Presswehe. Die Hebamme führte uns daraufhin direkt in das Entbindungszimmer.
Wenn mein Großer es schon eilig hatte mit der Geburt, so wollte Tim dessen Zeit noch unterbieten. Der Muttermund war noch nicht vollständig geöffnet, da presste Tim schon so heftig und so kurz hintereinander, daß sogar die Ärztin gerufen werden musste. “Mäßiges CTG”3, nannte es die Hebamme. Ich würde es eher beinahe Herzstillstand nennen.
Ramona wurde daraufhin mit Wehenhemmern vollgepumpt, um Ihr und Tim eine Verschnaufpause zu gönnen.
Mit weiteren Details werde ich dich jetzt nicht mehr belasten…
Um halb sechs war Tim dann draußen.


